Landkreis
Ludwigshafen/Rhein

Internet-Wegweiser


Was beabsichtigt der Internetwegweiser?
Die Bereitschaft, sich aktiv mit einer Krebserkrankung auseinander zu setzen kann neuen Lebensmut und neue Hoffnung geben. Das beginnt damit, sich Informationen über die Krankheit zu verschaffen. Vielleicht fühlen auch Sie sich wie viele Patientinnen von Ärzt/innen nicht ausreichend informiert. Neue Informationsformen und Kommunikationsmöglichkeiten wie das Internet bilden in dieser Situation wichtige Wissensquellen. Sie ersetzen nicht das ärztliche Gespräch, wohl aber fördert das erworbene Wissen das Krankheitsverständnis, erleichtert den Überblick über neue und alternative Therapien und Behandlungsmöglichkeiten und eröffnet den Zugang zu den Erfahrungen anderer Betroffener.
Der Internetwegweiser gibt Ihnen einen Überblick, wo sie allgemeine Informationen über Ihre Erkrankung finden, wie sie medizinische Suchmaschinen und Zeitschriften nutzen können, wo Newsletter-Abonnements möglich sind und wie Sie am Erfahrungsaustausch mit anderen Patientinnen und Patienten teilnehmen können. Ausserdem erhalten sie Hinweise, wie Sie seriöse von unseriösen Informationen unterscheiden können.

Möglichkeiten der Informationsbeschaffung
Inhalte und Links zu gesundheitsbezogenen Themen gehören zu den meistgesuchten Seiten im Internet, wobei Frauen das Internet in dieser Hinsicht häufiger nutzen als Männer. In den elektronischen Netzen stehen Ihnen einerseits eine Vielfalt von Suchmöglichkeiten und Informationsportalen zur Verfügung, die nahezu allen Informationsbedürfnissen gerecht werden. Andererseits ist das verfügbare Informationsvolumen, ja geradezu die Flut an Informationen auch der unübersehbare Nachteil der Informationsbeschaffung per Internet. Die Betroffenen benötigen oft Ausdauer und Energie, um relevante Mitteilungen von irrelevanten zu unterscheiden, medizinische Grundbegrifflichkeiten zu verstehen und neue Erkenntnisse in die eigene Behandlung umzusetzen.
Angesichts der vielfalt der Informationsquellen ist es deshalb sinnvoll, die Internetsuche strukturiert anzugehen, d.h. seriöse Informationen von unseriösen unterscheiden zu lernen, Suchadressen mit aktuellen Datenbeständen vor anderen, nur unregelmäßig überarbeiteten Seiten den Vorzug zu geben und Kenntnisse dahingehend zu erlangen, welche Quellen genutzt werden können.
Neben vielen nützlichen und seriösen Informationsquellen finden sich nälich auch Inhalte mit fragwürdigem Nutzen. Zwar plant das vom Bundesministerium unterstützte Aktionsforum Gesundheitsinformationssystem (Afgis) ein Gütesiegel für Internetseiten rund um das Thema Gesundheit. So lange es dieses Zertifikat nicht gibt, lassen sich lediglich über den Betreiber einer Internet-Domain Rückschlüsse auf die inhaltliche Seriosität ziehen. Erscheint eine Internetseite beispielsweise als "Neue Forschungsergebnisse: Mit der xy-Methode ist Krebs jetzt heilbar", während die Quelle der Seite nicht identifizierbar ist, dann klicken Sie www.denic.de an - hier sind alle deutschen Domainnamen und damit die Betreiber der Seiten registriert. Verbirgt sich dahinter ein simpler Hans August Sowieso, dann können Sie sicher sein, dass den Inhalten der Website nicht allzu viel Glauben geschenkt werden sollte. Eine andere Möglichkeit bietet Quackwatch unter der Adresse www.quackwatch.com/ghindex.html. Hier gibt es eine Suchfunktion im Hinblick auf fragwürdige Medikamente, Therapien etc. Lohnenswert ist auch die -leider nicht aktualisierte- deutsche Seite unter neuropsychiater.org/quackw.htm, die sich als "Führer durch Scharlatanerie und Quacksalberei" versteht.


Aktualisiert im April 2003
Konzept: Dr. Isis Ksiensik und Teresa Schlax

Realisation: Axel Osché © 2001